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Schulen in Erdbebengebieten fassen Klassen zusammen

2008/06/27

Als Liang Yongmei, eine 36-jähriger-Lehrerin, am frühen Morgen im Klassenzimmer in der Schule Wanchuan in der Provinz Sichuan ankam, warteten mehrere Schüler bereits auf sie.

Einige waren volle zwei Stunden vor Unterrichtsbeginn in die Schule gekommen.

"Heute ist ihr erster Schultag nach dem Erdbeben vom 12. Mai", so Liang.

"Die Schüler sind aufgeregt und möchten miteinander kommunizieren."

Montag war der Tag der Wiederaufnahme des Unterrichts für 60.000 Schüler von Grundschulen und weiterführenden Schulen in Dujiangyan, wo kürzlich 45 provisorische Schulen eröffnet wurden.

Das Erdbeben hat schätzungsweise 80 Prozent der Schulen in der Stadt zerstört, und hindert damit über 70.000 Schüler aus 92 Schulen, am Unterricht teilzunehmen.

Am 15. Mai hatte die Grundschule Haihong als erste Schule in der Stadt Klassen zusammengefasst. Unterricht wurde in provisorischen Zelten gehalten.

"Mit der Eröffnung der 45 provisorischen Schulen wurden Klassen für alle Schüler der Grundschulen und weiterführenden Schulen in der Stadt zusammengefasst", so Wang Peijun, ein hoher Beamter des Amtes für Bildung und Erziehung in Dujiangyan, berichtet die China Daily.

Fünf Städte und Präfekturen in Anhui halfen beim Bau der 45 provisorischen Schulen in Dujiangyan mit 110 Millionen Yuan (rund 10,3 Millionen Euro) als finanzielle Hilfe von Behörden in Anhui.

Die Schule Wanchuan, erbaut von der Provinz Anhui, ist die größte provisorische Schule. Mit einer Fläche von 8 Hektar hat sie 167 Klassen und beherbergt 7000 Schüler aus sechs Grundschulen und weiterführenden Schulen, deren Gebäude durch das Erdbeben zerstört worden waren.

Als Liu Jinchi, eine Drittklässlerin der Schule Wanchuan, am gestrigen Sport-Unterricht teilnahm, war sie positiv überrascht, dass ihre Lehrer den Schülern psychologische Beratung anboten, um ihnen zu helfen, über das Trauma des Erdbebens hinwegzukommen.

Liu, die nach dem Erdeben im Haus ihres Vaters in der Stadt Dazhou in der östlichen Provinz Sichuan gewohnt hatte, war glücklich, zurück in der Schule zu sein.

Dennoch meinte sie, sie habe Angst vor Nachbeben.

Liang sagte, alle Lehrer der Schule hätten ihren Schülern gestern psychologische Beratung angeboten.

"Die Ferien werden mehr als einen Monat später beginnen, um den Zeitverlust durch das Erdbeben wettzumachen", erklärt sie.

Quelle: China Daily



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