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Ansprache des Botschaftsrats Zhang, Junhui bei der Eröffnung der Foto-Ausstellung "Vergangenheit und Gegenwart von Tibet"
(im Chinesischen Kulturzentrum in Berlin am 2. Juli 2009)
2009/07/03

Sehr geehrte Damen und Herren, meine lieben Landsleute,

Ich freue mich, dass Sie heute zahlreich gekommen sind. Im Namen der chinesischen Botschaft heisse ich Sie alle herzlich willkommen.

Die heute eröffnete Foto-Ausstellung "Vergangenheit und Gegenwart von Tibet" mit eindrucksvollen Bildern und fundierten Daten wird Sie in die Vergangenheit Tibets einführen und Ihnen ein wahres, sich entwickelndes Tibet zeigen. Das Zustandekommen dieser Ausstellung ist besonders dem Pressebüro des Staatsrates der Volksrepublik China und dem Chinesischen Kulturzentrum in Berlin zu verdanken, die mit ihrem Zurverfügungstellen von Fotobildern und Ausstellungsräumen aktiv mitgewirkt haben. Dafür möchte ich im Namen der chinesischen Botschaft Herrn Bai, Leiter des Kulturzentrums, der nachher auch ein paar Worte zur Begruessung und zur Arbeit des Kulturzentrums sprechen wird, und allen Mitwirkenden, herzlichen Dank sagen.

 

Tibet ist seit jeher ein untrennbarer Bestandteil des chinesischen Territoriums. Trotz dieses historischen Faktes versuchte ein Teil der Angehörigen der Oberschicht Tibets am 10. März 1959 mit einer bewaffneten Revolte, Tibet von China abzuspalten, das feudale System der Leibeigenschaft aufrechtzuerhalten und sich der demokratischen Reform in Tibet zu widersetzen. Die chinesische Zentralregierung hat im Interesse der Einheit Chinas und mit Unterstützung der tibetischen Bevölkerung entschieden dagegen gehandelt und diese Revolte vereitelt. Danach konnte das feudale System der Leibeigenschaft abgeschafft und die demokratische Reform in Tibet durchgeführt werden. Die 50 Jahre lange Entwicklung danach hat gezeigt, dass die Befreiung von Millionen Leibeigenen in Tibet nicht nur einen Meilenstein in der menschenrechtrechtlichen Entwicklungsgeschichte Chinas, sondern auch ein wichtiges Kapitel in der internationalen Anti-Sklaverei-Geschichte darstellt.

In den letzten 50 Jahren hat China mit der Umsetzung der regionalen Autonomie in Tibet und Hilfe-für-Tibet-Politik Erfolge erzielt, auf die wir stolz sind. Die tibetische Kultur wird geschützt und gefördert, die Religionsfreiheit in Tibet ist gewährleitstet. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Tibets ist ständig vorangeschritten. Diese 50 Jahre symbolisieren einen historischen Entwicklungsprozess, der auf den heute hier ausgestellten Bilder festgehalten wird..

 

Meine Damen und Herren,

die deutsche Bundesregierung verfolgt in der Tibet-Frage die "Ein-China-Politik", erkennt Tibet als Bestandteil des chinesischen Territoriums an. Sie hat ausdrücklich betont, keine Bemühung um die Unabhängigkeit Tibets zu unterstützen und fördern. Das wissen wir sehr zu schätzen. Angesichts der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ist China bereit, im Prinzip des gegenseitigen Respekts, der Gleichberechtigung und der Berücksichtigung der gegenseitigen Kerninteressen die chinesisch-deutschen Beziehungen weiterzuentwickeln, die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und gemeinsam den heutigen Herausforderung zu begegnen.

Nun möchte ich Ihre Aufmerksamtkeit nicht weiter strapazieren mit meiner Ansprache. Sie bekommen heute abend nicht nur Bilder zu sehen, sondern auch chinesische Lieder auch aus Tibet zu hören. Wir haben eine Chor von der Kunsthochschule aus Nanjing zu Gast, die uns gleich ein paar Lieder darbieten wird. Ich möchte schon jetzt im Voraus den Musikstudenten vielen Dank sagen und dem Publikum viel Vergügen wünschen.

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