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Genaue Länge der Großen Mauer bald bekannt
2006/11/02
Genaue Länge der Großen Mauer bald bekannt

Eine Frage, die man sich noch vor 500 Jahren stellte, wird endlich im Jahr 2008 beantwortet werden können. Denn dann wissen zwei chinesische Regierungsministerien auf diese kniffelige Frage eine Antwort.

Eine großangelegte geografische Forschungsstudie über die Große Mauer findet derzeit seitens des Staatlichen Büros für Denkmalschutz und des Staatlichen Büros für Topografie und Kartografie statt.

Aus offiziellen Quellen heißt es, dass besagte Studie im Jahr 2007 abgeschlossen sein soll und im Jahr darauf statistische Basisdaten zur Länge und zum Grundriss bekannt gegeben werden.

Lokale Regierungen erheben bereits seit den 1980er Jahren statistische Daten über die Große Mauer. "Doch aufgrund des lückenhaften Wissens und der limitierten technischen Möglichkeiten stellen uns viele Aspekte in Zusammenhang mit der Großen Mauer noch immer vor ein Rätsel", sagt der Präsident des Staatlichen Büros für Denkmalschutz Shan Jixiang.

"Die Regierung muss wissenschaftliche Forschungen in die Wege leiten, so dass ein vollständiges und richtiges Bild der Großen Mauer entstehen kann", erklärt Shan weiter.

Um die weiteren Forschungsarbeiten und den Schutz der Großen Mauer zu erleichtern, sollen die Ministerien eine gemeinsame Datenbank auf Grundlage der erhobenen Ergebnisse aufbauen. Die Arbeiten dazu haben in den Provinzen Hebei und Henan zum Teil bereits begonnen.

Entstanden ist die Große Mauer während der Zeit der Streitenden Reiche (475-221v.Chr.). Damals entstanden in strategisch wichtigen Gebieten einzelne Mauerabschnitte, um China gegen eindringende Nomadenstämme aus dem Norden schützen zu können. Große Abschnitte entstanden bevorzugt in armen und entlegenen Regionen, die nur wenig bevölkert waren. Zu dieser Zeit schätzte man die Gesamtlänge der Großen Mauer auf 25.000 Kilometer (oder 50.000 Li).

Ein Großteil der Überreste der Großen Mauer wurde auf einer geschätzten Länge von 6700 Kilometer während den Dynastien Ming (1368-1644) und Qing (1644-1911) wieder aufgebaut.

Als Ausgangspunkt der Großen Mauer gilt der Pass Jiayuguan in der Provinz Gansu, als Endpunkt der Shanhaiguan-Pass am Bohai-Meer im Osten Chinas. Die genaue Länge des alten Bauwerks ist jedoch nicht bekannt.

Wissenschaftler und Historiker konzentrierten ihren Forschungsschwerpunkt auf den Teil der Großen Mauer, der während der Ming-Dynastie entstand. Aufzeichnungen belegen, dass sich der auf eine Länge von 5660 Kilometer geschätzte Ming-Abschnitt durch die Provinzen Liaoning, Hebei, Shanxi, Shaanxi und Gansu, durch das Autonome Gebiet Ningxia der Hui-Nationalität sowie durch die Städte Tianjin und Beijing schlängelt.

Laut Expertenmeinung, existieren heute jedoch nur noch 30 Prozent des früheren Ming-Mauerabschnitts. Dong Yaohui, Vize-Präsident der Vereinigung "Große Mauer", hält 20 Prozent des Ming-Abschnitts für verhältnismäßig gut geschützt.

Da Natur und Eingriffe durch den Mensch ihren Tribut fordern, hat die chinesische Regierung ihre Maßnahmen zum Schutz des einzigartigen Bauwerks verstärkt.

Deshalb wurde in der vergangenen Woche eine Verordnung zum verstärkten Schutz der Großen Mauer erlassen. Diese untersagt jegliche Form des Vandalismus, das Befahren des Mauerwerks, das Abtragen von Erde oder Steinen und das Bebauen in irgendeiner Form, die dem Schutz derselben zuwiderläuft.

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