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Chinas schnelle Entwicklung als Chance für die EU
2006/03/06

Chinas schnelle Entwicklung als Chance für die EU

Auf dem UN-Gipfel im September letztes Jahres hat Chinas Staatspräsident Hu Jintao eine Rede mit dem Titel "Aufbau einer harmonischen Welt mit ewigem Frieden und gemeinsamer Prosperität" gehalten. Darin erläuterte er die Idee einer "harmonischen Welt". Diese Vorstellung wurde von allen Seiten mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.

Emma Udwin, die außenpolitische Sprecherin der EU-Kommission, zeigte sich in einem Interview tief beeindruckt von dieser Rede von Hu Jintao. Sie sagte:

"Wir haben natürlich die Rede des chinesischen Spitzenpolitikers im September letzten Jahres gespannt verfolgt, so wie wir stets den Reden der chinesischen Spitzenpolitiker große Aufmerksamkeit schenken. Wir erkennen in diesen Reden Chinas Streben nach einer friedlichen Entwicklung. China ist durch seine weltweiten Kontakte zu einer großen Wirtschaftsmacht geworden. Gleichzeitig bemüht sich China ständig um den regionalen Frieden. Wir sind der Meinung, dass China sein großes Potential in diesem Bereich weiterhin entfalten sollte. China will das Ziel einer friedlichen Entwicklung realisieren, und die EU ist ebenfalls an einer aktiven Zusammenarbeit mit China interessiert."

In den letzten Jahren haben sich die chinesisch-europäischen Beziehungen im politischen und wirtschaftlichen Bereich rasch entwickelt. Die strategische Partnerschaft zwischen der EU und China hat sich stabilisiert. Besonders im letzten Jahr gab es zwischen beide Seiten anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen rege diplomatische Kontakte. Neue Übereinkommen in vielen Fragen wurden erzielt. Dazu sagte die außenpolitische Sprecherin der EU:

"Sowohl China als auch die EU befindet sich zurzeit in einer Phase der schnellen Entwicklung. Beide sind zu wichtigen Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft geworden. Deshalb kommen wir zur gleichen Schlussfolgerung, und zwar, dass globale Fragen auf multilaterale Weise gelöst werden sollten."

Zur Kooperation beider Seiten im nicht-traditionellen Sicherheitsbereich, wie bei der Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen, meinte Udwin:

"Wir legen bei der Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen großen Wert auf die Zusammenarbeit mit China. Besonders zu erwähnen ist, dass China eine wichtige Rolle bei der Rückkehr Nordkoreas an den Verhandlungstisch gespielt hat. Wir halten die Atomfrage auf der Koreanischen Halbinsel für eine große internationale Herausforderung. China spielt hier eine äußerst wichtige, unersetzbare Rolle. Die EU möchte auf der internationalen Bühne zukünftig mit China noch umfassender kooperieren."

Darüber hinaus würdigte Udwin Chinas Bemühungen und Beitrag bei der internationalen Entwicklungshilfe und der Armutsbeseitigung. Sie erklärte, die EU wolle in diesen Bereichen noch enger mit China zusammenarbeiten und gemeinsam die Realisierung des UN-Millenniumsentwicklungsziels unterstützen.

China präsentierte der Welt stets mit konstruktiven Aktionen und Appellen seine Entschlossenheit zur friedlichen Entwicklung. So gewann das Land immer mehr Vertrauen und Unterstützung. Udwin betonte, von einer sogenannten "Bedrohung aus China" zu sprechen, sei völlig unbegründet. Dazu sagte die EU-Kommissionssprecherin:

"Wir glauben nicht, dass China eine Bedrohung ist. Die EU hat dieses sich schnell entwickelnde und ständig verändernde Land niemals als Bedrohung wahrgenommen. Ganz im Gegenteil. Wir bezeichnen Chinas Entwicklung als Chance. Der Beginn von Chinas Öffnung nach außen ist noch nicht allzu lange her. Wir hoffen, auf eine noch engere Partnerschaft und langfristige freundschaftliche Beziehungen mit China."

(China.org.cn, 6. März 2006)

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