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Ansprache des Botschafters Ma bei der Eröffnung der Ausstellung „ Xi'an – Kaiserliche Macht im Jenseits, Grabfunde und Tempelschätze aus Chinas alter Hauptstadt„
2006/05/19

Ansprache des Botschafters Ma bei der Eröffnung der Ausstellung „ Xi'an – Kaiserliche Macht im Jenseits, Grabfunde und Tempelschätze aus Chinas alter Hauptstadt„

Bonn, den 20.April 2006

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Prof. Meyer-Krahmer,

sehr geehrter Dr. Jacob,

sehr geehrter Herr Zhao,

meine Damen und Herren, liebe Freunde,

es ist mir eine große Freude, heute bei der Eröffnung der Ausstellung mit Grabfunden und Tempelschätzen aus Chinas alter Hauptstadt Xian anwesend zu sein.

China hat zusammen mit Mesopotamien, Ägypten und Indien vier alte Zivilisationen der Welt hervorgebracht. Ihre besondere Eigenschaft liegt in ihrer Kontinuität und ihrem fortwährenden Bestand im Osten des eurasischen Kontinents, im Einzugsgebiet vom Gelben Fluß und Yangtze-Fluß, wo Generationen von Chinesen ihre Hochkultur entwickeln, pflegen und an die jüngeren Generationen weiterreichen. Die unzähligen archäologischen Funde und Kunstgegenstände spiegeln die immensen Dimensionen des chinesischen Kulturerbes wider. Die 200 prunkvollen Exponate, die wir hier sehen, stammen aus Grabanlagen und Tempelschätzen des Kaiserhauses und adeliger Familien. Sie umfassen die restaurierten Terrakotta-Soldaten aus dem legendären Mausoleum des Ersten Kaisers der Qin-Dynastie und die Schätze des Famen-Tempels, einige davon sind zum ersten Mal in Ausland präsentiert.

Meine Damen und Herren,

An dieser Stelle möchte ich besonders darauf hinweisen, dass es sich bei vielen Exponaten dieser Ausstellung um ein Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit zwischen chinesischen und deutschen Wissenschaftlern handelt. Diese Zusammenarbeit ging auf eine Initiative des chinesischen Ministeriums für Wissenschaft und Technik und des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung zurück, wonach im Jahr 1989 eine deutsche Archäologe-Delegation China besuchte und die darauf folgende 15 jährige fruchtbare Zusammenarbeit zum Kulturgüterschutz eingeleitet wurde. In diesen 15 Jahren haben chinesische und deutsche Wissenschaftler unter anderem vom Archäologischen Institut der Provinz Shaanxi, dem Museum der Terrakotta-Armee Lintong, vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz und vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege eine Reihe Kooperationsprojekte durchgeführt. In Anwendung neuester wissenschaftlicher Methoden haben sie archäologische Funde konserviert und restauriert. Wertvolle Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse sind gewonnen in diesem nützlichen Experiment, was die allgemeine Restaurierungsarbeit sowohl theoretisch wie methodisch gefördert hat. Zahlreiche junge Wissenschaftler sind beteiligt an dieser Zusammenarbeit und haben daraus Nutzen für ihre künftige Forschungsarbeit gezogen.

Die Zusammenarbeit im Bereich Kulturgüterschutz, großzügig gefördert durch die beiden Regierungen, hat die chinesisch-deutschen Beziehungen bereichert, die Freundschaft und das Verständnis beider Völker gefördert. Ich möchte diese Gelegenheit benutzen, um im Namen der chinesischen Regierung und des chinesischen Volks, der deutschen Regierung für ihre langjährige Unterstützung unseren herzlichen Dank auszusprechen. Unser Respekt gilt auch den deutschen und chinesischen Wissenschaftlern und Technikern, die mit Einsatz von Wissen und Kraft, mit Vertrauen zueinander viele Exponate hier erfolgreich restauriert und damit auch diese Ausstellung ermöglicht haben.

Der Ausstellung wünsche ich viel Erfolg! Möge die chinesisch- deutsche Zusammenarbeit für Wissenachaft und Technik noch mehr üppige Früchte tragen!

Vielen Dank!

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